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Lektüre-Hinweis

Ich möchte auf Folgendes hinweisen:

Es ist meinem Erleben nach gut und wichtig, Abschnitte im Regenbogen und im Baustoff wieder und wieder zu lesen, um in einer Art meditativem Lesen und Nachdenken/Nachspüren eine intensive Verbindung zum Text und zu der dahinterstehenden Kraft aufnehmen zu können. Da hat jeder so seine eigene Art dies zu tun; ich habe darüber hinaus oft auch Literaturhinweise aus Vorlesungen und Büchern von Jochen Kirchhoff zum Anlass genommen, Themen zu vertiefen, die von Helmut Friedrich Krause angesprochen werden.

Das wiederholte Lesen und meditative Durcharbeiten erschließt meinem Erleben nach Schritt um Schritt Bedeutungsfelder, je nach dem, wo jemand gerade „des Weges“ ist und abhängig von bisherigen Integrationsleistungen. Ich war immer wieder erstaunt, Textbereiche zu finden, die ich gefühlt „wie zum ersten Mal las“, obwohl ich sie schon gelesen hatte, und es blieb ein „Staunen“ beim Bemerken solcher Textstellen, welches sich immer auf eine Verständnisvertiefung bezog.

Anders ausgedrückt: bei der Tiefe der angesprochenen Themen und der ganz anders gearteten Denkweise ist es im Grunde unmöglich, in einem Zug adäquates Verständnis zu entwickeln. Das braucht Zeit. Außerdem ist es aus prinzipiellen Gründen wichtig, Tiefenerkenntnis schöpferisch (auch Lesen kann eine schöpferische Komponente haben) zu „wiederholen“. Der Erkenntnisprozess ist nicht „abschließbar“, er setzt sich im Prinzip unendlich fort.

Zu bedenken ist ebenfalls, dass es sich um Wirklichkeitsfelder handelt, etwa beim Radialfeld primordialer Energie, die sich einer sprachlichen Beschreibung immer auch entziehen. Sprache bekommt hier, mehr als ohnehin, einen hin-weisenden Charakter und muss in ihrer die Wirklichkeit verdeckenden oder verzerrenden Wirkung mitgedacht werden. –

Dieser Hinweis steht einer normalen, einfach Kenntnis nehmenden Lektüre natürlich nicht entgegen.

Die Ursache der Gravitation

Jochen Kirchhoff bezieht sich in seinen Aussagen dezidiert auf die Annahme Helmut Friedrich Krauses, dass die Ursache der Gravitation die Kernverstrahlung im Mittelpunktbereich (einer nicht genau bestimmbaren Zone) des jeweiligen Gestirns ist. Dort zerstrahlt nach seinen Aussagen Materie unter unvorstellbarem Druck wieder in die Energie des Urfeldes, der primordialen Energie, die als Radialfeld (bestehend aus „Wellen“ mit unendlicher Wellenlänge und unendlicher Geschwindigkeit) die Materie der Erde „mitführt“, wodurch sich z.B. das Gefühl der scheinbare Ruhe auf der Erdoberfläche – bei hoher Geschwindigkeit des Planeten im Sonnensystem – erklärt.

Helmut Krauses Annahme beruht auf einer Urintuition aus dem Jahre 1937, die er nach geistiger Forschung aus eigener Kraft und intensivem Studium der wiss. Literatur seiner Zeit aufnahm und dann gezielt ausdifferenzierte. – 

Das „Streben“ der Materie zum Erdmittelpunkt erfahren wir als Gravitation.

Der erste Teil des Videos ist auch der Wissenschaftsgeschichte und -kritik gewidmet. Es lohnt sich die Geduld aufzubringen diese Hinführung mitaufzunehmen, da in ihr auch Bausteine der Krause´schen Intuition sichtbar gemacht werden, die den langen Weg bis zu dieser Herangehensweise an Physik und grundlegende kosmologische Fragen verdeutlichen und so auch die Leistung von Helmut Friedrich Krause unterstreichen.

Ganz sicher käme die ernsthafte Kenntnisnahme, Würdigung und Diskussion dieses Ansatzes zur Lösung der Gravitationsfrage einer Erkenntnisrevolution gleich mit unabsehbaren Folgen für eine Revision des bisherigen (V)Erkenntnisgebäudes der Neuzeit.

Offene Aufgaben

Die Liste aller „offenen Aufgaben“ in Bezug auf das Werk von Helmut Friedrich Krause wäre (und ist) lang. Hier deshalb einige offensichtliche Aufgaben. Wer intensiver in das Literaturstudium einsteigt, merkt dann selbst, welche Aufgaben „offen“ sind:

  • Wiedereinsetzung einer naturphilosophischen Kosmologie als Rahmen und Klammer aller Wissenschaften, Vertiefung der traditionellen Ansätze mit Hilfe der Krause’schen und Kirchhoffschen Vorschläge und Orientierungen
  • Wiederbelebung der Ätherdiskussion auf höherem Niveau – d.h. unter Verzicht auf die Vorstellungen eines quasi materiellen Äthers
  • Wiederbelebung der Weltseele-Konzeption
  • Wiedereinsetzung metaphysischen Erkenntnisvermögens als notwendiger Grundlage für echte Erkenntnis – auch und gerade in den Wissenschaften
  • Gezielte experimentelle Überprüfungder (meta)physikalischen Aussagen Helmut Friedrich Krauses, insbesondere der Radialfeldvorstellung, durch voneinander unabhängige Experimentatoren; Nutzung der diesbezüglichen Ideen von Jochen Kirchhoff; Darstellung der Experimente und der Ergebnisse in allgemein verständlicher Form für die Öffentlichkeit. Vollkommen transparente Arbeitsweise und öffentliche Verfügbarmachung von Daten (wie z.B. von A. Unzicker gefordert) sowie selbsverständliche Einhaltung aller wissenschaftlichen Standards.
  • Seriöse Diskussion der Thesen eventuell auf Basis von Theoriedarstellung für wissenschaftliche Publikationsforen in englischer und deutscher Sprache in heute üblicher Form – natürlich in erster Linie der „Einheitlichen Feldtheorie aus kosmischer Sicht“ –
  • Generelle Übertragung der Literatur von Helmut Friedrich Krause ins Englische (und auch in andere „Weltsprachen“) für die Möglichkeit weltweiter Kenntnisnahme

Wenn eine in sich konsistente, in gewisser Hinsicht „einfache“ einheitliche Feldtheorie wie die von Helmut Friedrich Krause verfügbar ist, dann ist es eigentlich die eindeutige Aufgabe der professionellen Physik – besonders beim heutigen Stand der gängigen, sehr spekulativen Theorie – sich an die Arbeit zu machen und so eine Theorie auf Herz und Nieren zu prüfen, auch wenn das bedeutet, dass man scheinbar gesicherte Erkenntnisse zunächst einmal zur Seite legen muss.

Die Radialfeldvorstellung steht nachwievor unwiderlegt im Raum.

 

 

Erkenntnisvorbehalt

Der immer gebotene Erkenntnisvorbehalt greift natürlich auch im Falle der Aussagen von Helmut Friedrich Krause. Natürlich ruft es nach experimenteller Verifizierung in Sachen Kernverstrahlung, Licht und Gravitation, nach Querbeiträgen anderer Forscher, nach philosophischem und erkenntnistheoretischem Nachvollzug der von Helmut Friedrich Krause gemachten Aussagen.

Hier einige die Darstellungen von Helmut Krause charakerisierende Eigenschaften:

  • innere Konsistenz der Gesamtdarstellung, Widerspruchsfreiheit
  • philosophische Begründung wird eingebettet in eine Gesamtkosmologie (und umgekehrt)
  • Schönheit, Lebendigkeit und Eleganz der Vorstellungen
  • Einfachheit der Grundvorstellungen stehen in diesem Fall sichtbar nicht im Widerspruch zur Komplexität des kosmischen Geschehens
  • Einheit des Vortrags im Sinne einer Universalthese, von der Ableitungen faktisch in alle Wissensgebiete möglich sind
  • bisheriges empirisches Wissen ist integrierbar durch Neuordnung und Neuinterpretation der real gefundenen Fakten / Daten
  • (Wieder)Vereinigung von wissenschaffendem Forschen, Philosophie, Spiritualität und persönlicher wie gesellschaftlicher Entwicklung
  • Indizien, die den Grundansatz bspw. der Radialfeldvorstellung, bestätigen, sind zur Genüge vorhanden

Obwohl es bisher als unwahrscheinlich erscheint, dass es unter den gegenwärtigen allgemeinen Umständen zu einer echten Forschungsarbeit von Fachwissenschaftlern in Sachen Helmut Friedrich Krause kommt – die systemischen Logiken der Wissenschaftssphäre (und teilweise auch die Verhaftungen ihrer Kritiker in den Prämissen des naturwissenschaftlichen Denkens der Moderne) sprechen dagegen – ist doch zu erwarten, dass sich echte, breite Rezeption und Kritik einstellen werden, da die immanenten Widersprüche der heutigen wissenschaftlichen Theoriebildung nicht allein „von innen“ (also durch Mitglieder des Wissenschaftsbetriebes selbst) überwunden werden können.

Wahrscheinlich ist, dass es zu einer Grundsatzrevision naturwiss. Denkens in Richtung einer Überwindung der quasimaterialistischen Einstellung aller Forschung erst zu einem bestimmten – kosmisch vorbereiteten – Zeitpunkt kommen kann und kommen wird.

 

Thematische Relevanz der Aussagen

Hier eine Übersicht über einige wichtige Themen, die Helmut Friedrich Krause berührt und auf seine Weise mit – durchschlagenden – Erklärungen versieht.

Im Grunde ist es ihm gelungen, den Wissenschaftsdisziplinen eine tragfähigere Basis zu verleihen und sie in gewisser Weise auch wieder zu vereinen. (Ein Grundverständnis der hier vorgelegten, in der Darstellung natürlich stark verknappten Punkte braucht normalerweise etwas Zeit, da die meisten Anschauungen nicht anschlussfähig zu den üblichen naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Vorstellungen sind.)

Physik

  • Gravitation als Folge der Kernverstrahlung im Innern von Himmelskörpern
  • Entstehung von Licht im „Gegeneinander“ der Kernverstrahlungsfelder der Himmelskörper
  • Entstehung des elektromagnetischen Spektrums
  • Entstehung, Aufrechterhaltung und Auflösung von Materie
  • Überwindung der standortbedingten Täuschungen über das kosmische Umfeld

Astrophysik

  • Bewegung der Himmelskörper als Ergebnis der Wirkung der Kernverstrahlungsfelder
  • Exakte Angaben zu Lebenszyklen und -rhythmen von Galaxien, Sternen und Planeten
  • Erklärung von variablen Lichtgeschwindigkeiten und Postulierung von Gravitationsschwankungen (im Auf- und Abbauprozess von Gestirnen)
  • Postulierung z.B. von variablen Lichtregenbögen (Farben) der einzelnen Gestirne als Ergebnis der jeweiligen Einzigartigkeit der Kernverstrahlungsinteraktionen

Biologie

  • Weltseelische, planetar spezifizierte Matrix als Grundlage der Lebensformen
  • Entstehen, Werden und Übergang der 4 Naturreiche als seelischer Prozess (Verzicht auf darwinsche Erklärunsgmuster)
  • Entsethen, Leben und Aussterben von Arten als natürliche Prozesse im seelischen Prozess der Menschwerdung

Philosophie und Psychologie

  • Metaphysische Naturphilosophie und Kosmologie – Aufzeigung einer Traditionslinie
  • Erklärung des Wesens des Menschen und seiner Struktur,
  • Sinn und Ziel des menschlichen Lebens allgemein
  • Aufdeckung der prinzipiellen (antipodischen/polaren) Entwicklungsrichtungen des Menschen als Ergebnis des unaufhörlichen Bewusstseinsringens der Prinzipien Kosmos und Chaos, jeweiliger Wahl und karmischer Grunddispositionen

Geschichte

  • als Ergebnis von (planetaren wie kosmischen) metaphysischen Gegebenheiten bzw. Dynamiken und menschlichem Wirken – und nur so schlüssig darstellbar und erklärbar
  • Revidierung der bisher üblichen Zeitvorstellungen für den planetaren wie galaktischen Maßstab in Richtung einer starken Verkürzung der Abläufe (im Vergleich zu heute gängigen Vorstellungen)
  • Endzeit als natürlicher Prozess auf allen Gestirnen, der die umkämpfte kulturelle Entwicklungszeit der jeweiligen Menschheit beschließt und eine Phase echten Friedens mit sich bringt bzw. mit sich bringen kann nach einer „Scheidung der Geister“
  • Begründung der sogenannten Akusmatik, welche ganzzahlige, qualitative Aussagen über evolutionäre Rhythmen von Gestirnen und Geschöpfen (vor allem Menschen) ermöglicht
  • akusmatische bzw. akusmatisch bestimmbare Höhepunkte von Entwicklungen als richtungsweisende Ereignisse, die je nach grundsätzlicher Ausrichtung und Entscheidung führender Persönlichkeiten Auswirkungen für größere geschichtliche Zeiträume haben

Zur Glaubwürdigkeit der Thesen

Was spricht dafür, Helmut Friedrich Krause und seinen Gedanken und Ideen Vertrauen entgegenzubringen?

Was wissen wir über Helmut Friedrich Krause und seine Arbeitsweise ?
  • Er verfügte über ein breites geisteswissenschaftliches und naturwissenschaftliches Wissen und über eine ausgeprägte Rationalität –
  • Grundlage seiner Schriften war lebenslanges, selbständiges Forschen
  • Der „Tonfall“ seines Schreibens ist bestimmt ohne ein irgendwie geartetes Großtun mit (seinen) Fähigkeiten zuzulassen, ein Aufruf zur „Nachfolge“ fehlt
  • Gegner erfahren keine persönliche Herabsetzung, wenngleich Einordnungen vorgenommen und Urteile gefällt werden
  • Er nimmt eine klare Abgrenzung der geistigen Schauungen und Intuitionen von der Möglichkeit direkter rationaler Nachprüfung ohne Herabsetzung von Rationalität als solcher vor
  • Er bemüht sich um eine widerspruchsfreie Darstellung einer Gesamtbetrachtung, eines bis dato in dieser Dimension und Ausgeprägtheit unbekannten Panoramas, welche in sich trotz der komplexen Themen mit möglichster Einfachheit daherkomment: im Prinzip kann das erstmal jeder verstehen und aufnehmen (, der überhaupt will)
  • Ein wissender Rückgriff auf Traditionen ermöglicht Helmut Friedrich Krause großräumige Einordnungen und die Schilderung weitreichender Zusammenhänge und erleichtert in Teilen eine Art Verifikation zumindest der allgemeineren naturphilosophischen Aussagen
  • Die oftmalige Überarbeitung der Schriften – Helmut Friedrich Krause hat es sich alles andere als leicht gemacht
  • Man kann die Wirkung der Schriften an sich selbst beobachten, wenn sie mitdenkend und tiefenwahrnehmend rezipiert werden
  • Friedensliebe, natürliche Religiosität und welt(en)umspannendes Denken und Fühlen
  • eine „geerdete“, kommunikationsfähige Persönlichkeit

Wenn man sich nun der Lektüre der Werke von Helmut Friedrich Krause widmet, dann kann man ganz sicher zu verschiedenen Haltungen kommen – von schroffer Ablehnung, über ein mehr oder minder tolerantes Gewährenlassen bis hin zu immer wieder staunender Neugier und Anhängerschaft (im Sinne eines reflektierten Mitgehens und Erst-einmal-Hinnehmens und Für-möglich-Haltens von dargebotenen Informationen und Leitlinien).

Man sollte sich immer wieder vor Augen führen: hier geht es keinesfalls nur um ’neue Thesen‘ – die ganze Herangehensweise an Welt, Leben und eigenes Sein ist nicht ableitbar aus der verbreiteten (letztlich immer materialistischen) ‚modernen Weltsicht‘; diese wird hier nicht ‚modifiziert‘, sondern klar zurückgewiesen zugunsten einer geistig-seelischen Herangehensweise, die dann allerdings bis in die tiefsten Materien hinabreicht und die Auseinandersetzung mit gleichwertiger rationaler Leistungsfähigkeit betreiben kann.

In jedem Fall verdient es ein solch durchgearbeitetes Werk wie das von Helmut Friedrich Krause, unvoreingenommen wahrgenommen zu werden und gelesen zu werden, auch und gerade unter den Vorzeichen des Eingeständnisses, dass alle bisherigen Versuche, die Situation auf der Erde wirklich befriedigend zu erklären oder entscheidend und nachhaltig positiv zu beeinflussen, keinen Erfolg hatten.

Andere Motive als das ehrliche Wirken des Autors für eine Lösung der irdischen Probleme werden auch bei wiederholter Lektüre nicht feststellbar sein, was natürlich nicht bedeutet, dass er automatisch in allem Recht hat – wiewohl eine echte Widerlegung der tragenden Gedanken und Anschauungen erst erbracht werden müsste.

 

Einige persönliche Bemerkungen

Im Sommer 2015 begann ich den „Regenbogen“ von Helmut Friedrich Krause zu lesen, und es war mir ein geschlagenes Jahr kaum möglich, nicht wieder und wieder (fast täglich) in diesem fulminanten und doch einfach und bescheiden daherkommenden Werk zu lesen.

Auch jetzt möchte ich das Buch in meiner Nähe haben, lese hin und wieder einzelne Passagen fast wie in einem Kompendium, das man zu spezifischen grundsätzlichen Themenstellungen befragen kann. Ich habe das Gefühl von unerschöpfbarem Lesen, einem Lesen, das auch immer wieder überraschende Einblicke ermöglicht, so als läse man etwas zum ersten Mal.

Meine langjährige Suche in den spirituellen Traditionen und den Neobewegungen der Gegenwart, in künstlerischer und (populär)wissenschaftlicher Literatur, in politischen Bewegungen unserer Zeit nach Haltbarem, das auf eine sinnvolle und friedliche Zukunft von Menschheit und Erde verweist, hatte viele Einsichten gebracht, die das atheistische Weltbild, mit dem ich in Kindheit und Jugend aufgewachsen war, für mich gründlich aus den Angeln gehoben hatten. Dennoch kam ich nur phasenweise zu stimmigen Gesamtbildern vom Weltganzen, die sich dann wieder verflüchtigten oder nur in Bruchstücken erhalten blieben. Aufzuhören, nach dem Gesamtzusammenhang des Lebens und der Sinnachse der Existenz zu fragen, war mir immer nur für kurze Zeit gegeben. Dann setzte der innere Suchmechanismus wieder ein – ob ich wollte, oder nicht.  Zeitweise fühlte ich mich in den letzten Jahren in einer Art „spirituellem Niemandsland“, in einer geistigen Einsamkeit, die ich einfach nicht überbrücken konnte; ich fand keinen Anschluss mehr – so wie früher – an Ideen oder Menschen und zweifelte an vielen gewonnenen Überzeugungen. Dabei geriet ich immer wieder in Situationen, die mich die Sinnhaftigkeit meiner eigenen Existenz und die Lösbarkeit der einschlägig bekannten Weltprobleme generell in Frage stellen ließ.

Die Annäherung an das Werk und das Leben Helmut Friedrich Krauses gelang mir über die Lektüre der Tetralogie von Jochen Kirchhoff und seine als Videos veröffentlichten Vorlesungen und Gespräche zu naturphilosophischen Themen. Hier entdeckte ich viele Sinnbezüge, die mir einerseits neue Horizonte eröffneten (z.B in Richtung einer fundierten Kritik der Naturwissenschaften) und andererseits auf eine Tiefenresonanz in mir stießen, die ich in dieser Intensität nicht erwartet hatte. Einen Teil der Arbeit von Jochen Kirchhoff kann man als Erläuterung und Vertiefung der Aussagen von Helmut Friedrich Krause verstehen.

Die Lektüre der Werke Helmut Friedrich Krauses konfrontierte und konfrontiert mich als offenen und aktiv mitdenkenden Leser mit der Tatsache, dass es einem Menschen tatsächlich gelungen ist, den „gordischen Knoten“ zu durchschlagen und Gottes-, Welt- und Selbsterkenntnis in einer faszinierenden und doch auch mit guter Bodenhaftung verbundenen Weise konkret anzustreben, nach und nach zu erfahren und auch darzustellen, und das, ohne in einer Positur etwaiger Unfehlbarkeit zu erstarren oder in Größenwahn zu verfallen. Diese Leistung ist einmalig und großartig. Sie fand auch auf der Basis eigenständiger Bildungsanstrengungen statt und auf einem hohen Niveau so erworbenen, umfassenden Wissens. Sie inspiriert mich, und sie legt natürlich auch die Messlatte höher, vielleicht überhaupt erst in die „richtige Höhe“, an der man sein eigenes Tun und Lassen als Mensch misst.

Auf eine ganz bestimmte Weise beginnt mein Weg erst jetzt. Ich stehe an einem Anfang, und es erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit, das zu erleben, durchaus auch genussvoll, denn „die Wahrheit ist einfach und schön“. Dass sie nicht allzu viele Freunde hat, ist bekannt. Dass Einfachheit in echtem philosophischen Sinn natürlich nicht Undifferenziertheit oder Flachheit bedeutet, dies sei besonders betont.

Wenn sich ein Mensch ernsthaft und mit aller zu Gebote stehenden geistigen Redlichkeit für das Erkennen unser wahren Lage auf der Erde, für ein weites und stimmiges Gesamtbild des Lebens und für den kosmischen Zusammenhang unserer Existenz interessiert, dann kann er meiner Meinung und meinem Erleben nach in der Arbeit von Helmut Friedrich Krause echte Orientierung finden – die ihn auch auf sich selbst als Quelle von Wissen und Weisheit zurückwirft, aber ihn auch anspornt, den Weg echter Selbsterkenntnis bis zum Ende zu gehen. –

 

Uli Fischer

Bad Reichenhall, am 19.2.2017

 

Zusatz am 19.6.2018

Diese Orientierung ist auf die Aktivierung und Verwirklichung des je eigenen, ganz individuellen Weges ausgerichtet, den das eigene Leben unverwechselbar darstellt.

 

(Die Rückdatierung des Artikels auf den 13.6.2016 ist kein Versehen; sie ist in erster Linie der Beitrags’hierarchie‘ geschuldet, in zweiter Linie eine Reminiszenz an den Geburtstag von Helmut Friedrich Krause am 13.6.1904.)