Lektüre-Hinweis

Auch wenn es vielleicht eine gewisse Hinweis-Dopplung darstellt, möchte ich dezidiert nochmals darauf hinweisen:

Es ist meinem Erleben nach gut und wichtig, Abschnitte im Regenbogen und im Baustoff wieder und wieder zu lesen, um in einer Art meditativem Lesen und Nachdenken/Nachspüren eine intensive Verbindung zum Text und zu der dahinterstehenden Kraft aufnehmen zu können. Da hat jeder so seine eigene Art, ganz sicher, dies zu tun; ich habe darüber hinaus oft auch Literaturhinweise zum Anlass genommen, Themen zu vertiefen.

Das wiederholte Lesen und meditative Durcharbeiten erschließt meinem Erleben nach Schritt um Schritt Bedeutungsfelder, je nach dem, wo jemand gerade „des Weges“ ist und abhängig von bisherigen Integrationsleistungen. Ich war immer wieder erstaunt, Textbereiche zu finden, die ich gefühlt „wie zum ersten Mal las“, obwohl ich sie schon gelesen hatte. (Das mag vielleicht auch etwas über meine Lektüreangewohnheiten aussagen, die ich sicher verbessern kann. Dennoch blieb ein „Staunen“ beim Bemerken solcher Textstellen, welches sich immer auf eine Verständnsivertiefung bezog.)

Anders ausgedrückt: bei der Tiefe der angesprochenen Themen ist es im Grunde unmöglich, in einem Zug adäquates Verständnis zu entwickeln. Das braucht Zeit. Außerdem ist es aus prinzipiellen Gründen wichtig, Tiefenerkenntnis schöpferisch (auch Lesen kann eine schöpferische Komponente haben) zu „wiederholen“. Der Erkenntnsiprozess ist nicht „abschließbar“, er setzt sich (unendlich) fort.

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